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Deutsch-Moldawisch
/ Moldawisch-Deutsch
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| Moldawische
Sprache
Als Moldawisch (auch Moldauisch, "Limba moldoveneasca")
wird die offizielle Amtssprache Moldawiens bezeichnet. Es handelt
sich dabei jedoch weniger um eine Sprache, sondern um einen
aus politischen Erwägungen zur eigenständigen Sprache
erklärten Dialekt der Rumänischen Sprache. Dabei
ist die verwendete Schriftsprache mit dem Rumänischen
identisch. Die von den Moldawiern gesprochene Umgangssprache
entspricht größtenteils dem im östlichen Teil
Rumäniens in der Region Moldau gesprochenen Moldauischen
Dialekt.
Hintergründe
Bis 1940 gehörte das damalige Bessarabien zu Rumänien.
Zu dieser Zeit man den Begriff einer moldawischen Sprache nicht,
man betrachtete sie vielmehr als einen rumänischen Dialekt.
Erst nachdem die Sowjetunion das Gebiet annektierte, wurde
die Sprache umbenannt, um alle Bande mit Rumänien zu trennen
und die Annexion zu rechtfertigen. Das lateinische Alphabet
wurde durch ein nach dem Vorbild des Russischen gestaltetes
kyrillisches ersetzt. Außerdem wurde während der
Sowjetherrschaft die rumänischsprachige Bevölkerung
darin bestärkt, Russisch zu sprechen, was eine Voraussetzung
für höhere Bildung, gesellschaftliches Ansehen und
politische Ämter war.
1989 wurde Moldawisch offiziell zur Sprache Moldawiens erklärt
und die rumänische Variante des lateinischen Alphabets
wieder eingeführt. Allerdings ist die kyrillische Schrift
noch weit verbreitet.
Die auf die Unabhängigkeit Moldawiens 1991 folgende Verfassung
erkannte Moldawisch als Amtssprache an. 1996 lehnte das moldawische
Parlament einen Antrag des Präsidenten Mircea Snegur ab,
den Namen der Sprache wieder in Rumänisch zu ändern.
2002 versuchte die moldawische Regierung Russisch mit Moldawisch
rechtlich gleichzusetzen und erklärte es zur Pflichtfremdsprache
an den Schulen, was eine Welle der Empörung unter der
moldawischsprachigen Bevölkerungsmehrheit und Protestdemonstrationen
in Chisinau und anderen Großstädten auslöste.
2003 wurde ein Wörterbuch Rumänisch-Moldawisch veröffentlicht,
was den Eindruck erwecken sollte, in beiden Ländern würden
unterschiedliche Sprachen gesprochen. Dies führte zu Kritik
aus Rumänien.
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