| Serbische
Sprache
Zuordnung
Serbisch ist eine Sprache aus dem slawischen Zweig der indogermanischen
Sprachen. Innerhalb dieser wird es den südslawischen Sprachen
zugerechnet.
Grammatikalischen Kriterien zufolge ist die serbische Sprache
der kroatischen und bosnischen Sprache ähnlich. Viele
Serbischsprecher können sich mühelos mit Sprechern
des Bosnischen und Kroatischen verständigen. Wobei diese
beiden Sprachen immer neue Wörter in deren Wortschatz
einführen (Slawismen bzw. Turzismen), so dass es für
künftige serbische Generationen etwas schwieriger sein
wird, diese zu verstehen.
Varianten der serbischen Sprache
Die serbische Sprache existiert in zwei Aussprachevarianten.
Ostserbisch: Im Grunde genommen ist diese ekawische Aussprachevariante
aufgrund des hohen Bevölkerungsanteils vorherrschend,
insbesondere im Großteil Serbiens.
Westserbisch: Als Amtssprache in Montenegro und Bosnien und
Herzegowina bzw. Serbischen Republik und der in Kroatien lebenden
Serben wird jedoch die ijekawische Aussprache verwendet, die
der Bosniakischen und Kroatischen Sprache ähnlicher ist.
Zur Erläuterung einiger Unterschiede sei auf den Artikel
zu den Unterschieden verwiesen.
Serbische Muttersprachler
Serbisch wird von ca. 10 Millionen Menschen in Serbien, wo
es Amtssprache ist, als Muttersprache gesprochen. Serbisch
ist auch Amtssprache in Montenegro und in Bosnien und Herzegowina.
Zudem existiert eine große serbische Diaspora, deren
Zahl mit Nachkommen auf ca. 7.000.000 beziffert werden kann.
Schrift
Serbisch wird mit dem lateinischen Alphabet sowie seltener
mit dem kyrillischen geschrieben. Die Verwendung der kyrillischen
Schrift, der serbischen Urschrift hängt dabei von mehreren
Faktoren ab: Geographie (vor allem in Zentralserbien und Montenegro,
weniger von den Serben Kroatiens, Bosniens und der nordserbischen
Provinz Vojvodina), von der politischen Ausrichtung (traditionell
ausgerichtete Zeitungen eher kyrillisch), und vom Textgegenstand
(religiöse und traditionelle Texte eher kyrillisch, ehemals
kommunistische, moderne Inhalte eher lateinisch). Die Tendenz
geht aber immer mehr zum Lateinischen. So sind die meisten
serbischen Fernsehsender mit lateinischem Alphabet ausgestattet.
Straßenschilder z.B. wurden bis vor kurzem oft mit beiden
Schriften erstellt, sind inzwischen meistens mit dem lateinischen
Alphabet geschrieben.
Für linguistische Details, siehe Štokavisch und
Torlakisch.
Grammatik
Das Serbische besitzt sieben Fälle (Kasus): neben den
auch im Deutschen bekannten Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ
sind dies: Vokativ, Instrumental und Lokativ.
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